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Do 08.10.
19:30

  • Regie

    Yasujiro Ozu

  • Japan / 1957
    140 Min. / DCP / OmeU

  • mit

    Ineko Arima

  • Originalsprache

    Japanisch

  • Kino

    Arsenal

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  • Video-Einführung: Naofumi Higuchi (Filmkritiker und Regisseur)

Vor dem Hin­tergrund eines zwielichtigen, kalten Tokios, dämmerigen Innenräumen und schäbigen Mah­jong-Salons sind sie unübersehbar: Die Versehrungen der Schwestern Takako (Setsuko Hara) und Akiko (Ineko Arima), die eine unglücklich verheiratet, die andere schwanger von einem verantwortungslosen Studenten. Der Vater der beiden wiederum verschanzt sich hinter Contenance und Strenge. Verschiedene Umstände bringen die drei erneut unter einem Dach zusammen, doch die Fliehkräfte der familiären Konflikte und der persönlichen Probleme sind nicht einzuhegen. Die Situation spitzt sich dramatisch zu, als die Mutter nach Jahrzehnten der Abwesenheit auf die Bildfläche tritt. In Ozus Œuvre nimmt TOKYO BOSHOKU einen ungewöhnlich dunklen Platz ein, ebenso sticht die Rolle der widerständigen Akiko aus dem Ozu’schen Personentableau heraus. Akiko ist „the wild one“: verzweifelt, konfrontativ, einsam, handgreiflich, von Ineko Arima nuanciert mit emotionaler Tiefe ausgeleuchtet. (mg)

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